. .
09.05.2021

09.01.2011 21:35


Rote Nelken für Luxemburg und Liebknecht

Tausende Menschen legten rote Nelken an der Gedenkstätte nieder.

Gedenken an Sozialistenführer in Berlin

In Berlin haben Tausende Menschen der vor 92 Jahren ermordeten Sozialistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht. Sie zogen am Vormittag traditionell an der Gedenkstätte auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde vorbei. Viele Menschen legten rote Nelken und Kränze nieder.

Mehrere tausend Menschen haben in Berlin traditionell an den Mord an den Kommunistenführern Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 92 Jahren erinnert. Sie zogen an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde vorbei. Viele Menschen legten rote Nelken und Kränze an den Gräbern der KPD-Gründer nieder. Nach Angaben der Linken kamen wie im vergangenen Jahr insgesamt rund 40.000 Menschen. Hunderte linke und linksradikale Gruppen trafen sich, um zur Gedenkstätte zu ziehen.

Unter den Gästen waren wie jedes Jahr auch führende Politiker der Linkspartei, darunter die beiden Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst. Auch Fraktionschef Gregor Gysi, Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau und der frühere Parteivorsitzende Oskar Lafontaine nahmen an der Gedenkveranstaltung teil. Lötzsch hatte in den vergangenen Tagen mit dem Artikel "Wege zum Kommunismus" parteiübergreifende Empörung und Kritik ausgelöst. Lötzsch war tags zuvor unter großem Beifall bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin aufgetreten. Zur Vorbereitung der Konferenz hatte die Parteichefin in einem Beitrag für die marxistische Zeitung "Junge Welt" geschrieben: "Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung." Am Ende ihrer Ausführungen kam Lötzsch dann aber zu dem Ergebnis, dass dem demokratischen Sozialismus die Zukunft gehöre.

Liebknecht und Luxemburg waren am 15. Januar 1919 von Freikorpssoldaten in Berlin ermordet worden.

Quellen: ARD, N-TV