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09.12.2021

25.10.2021 22:09


Gegen Massenentlassung, Krise und Ausbeutung! Für ein besseres Leben auf die Straße!

 Liebe Arbeiter:innen und Werktätige,

Das kapitalistische System, welches für die Profitmaximierung den Menschen und die Natur ausbeutet, kann nun die mit der Pandemie verschärften Krise nicht mehr überwinden. Die gierigen Kapitalisten sind die einzigen Verantwortlichen für die Krise und die Pandemie, versuchen jedoch die Rechnung hierfür den Arbeiter:innen aufzuerlegen. Die Arbeiter:innen haben die Rechnung für die Pandemie in erster Linie mit ihrem Leben bezahlt. Millionen von ihnen haben für den Profit der Kapitalisten weitergearbeitet. Tausende von ihnen verloren aufgrund von Corona ihr Leben oder erkrankten. Corona wurde regelrecht zu einer Arbeiter:innen-Krankheit.

Jede Maßnahme der Regierung seit Beginn der Pandemie, erschwerte die Lebensbedingungen der Werktätigen zusätzlich. Während den Kapitalisten Gelder in Milliardenhöhe unmittelbar und bedingungslos zuflossen, mussten die Arbeitenden Massenentlassungen, Kurzarbeit, zunehmende Ausbeutung, Niedriglöhne und wachsende Armut hinnehmen. Schon zu Beginn der Pandemie wurden die Arbeiter:innen gnadenlos vor die Tür gesetzt. Mit den Kurzarbeitergeldern mussten sie dazu große finanzielle Einbußen einstecken. Mit einer kleineren Belegschaft und flexibleren Arbeitsbedingungen konnten die Unternehmen demnach noch mehr Profite erzielen.

Die von den Kapitalisten verursachte Angst und Panik wurde als Waffe gegen die arbeitende Bevölkerung eingesetzt. Alle Tarifverhandlungen zu dieser Zeit wurden mit der sogenannten “Nullrunde” beendet, sodass es zu keinerlei Lohnerhöhungen kam. Die ansteigende Inflation und die immer teurer werdenden Lebensunterhaltskosten wurden mit den gleichbleibenden Löhnen zu einer zusätzlichen Last. Deutschland vermerkt heute seit 28 Jahren die höchste Inflation. Die Preise grundlegender Lebensmittel steigen immer schneller an und die Mieten sind mittlerweile unbezahlbar.

Jedoch reicht dies den Kapitalisten nicht. Die “Digitalisierung”, der “Übergang zur umweltfreundlichen Produktion”, die fortschreitende „Automatisierung” und das Konzept “Homeoffice” werden auf Kosten der Arbeitenden ausgebaut. Diese Fortschritte, welche das Leben der Arbeiter:innen erleichtern und den Wohlstand der Gesellschaft dienen sollten, werden in diesem System zu nichts anderem als Massenentlassungen und steigender Armut führen. Nach Angaben einiger Studien werden 40 % der Arbeiter:innen aus der Automobilbranche Deutschlands ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Konzernchefs haben kein anderes Ziel als mit fortschrittlichen Technologien weniger Arbeiter:innen zu beschäftigen und immer größere Profit zu erzielen.

Liebe Arbeiterinnen und Arbeiter,

Die weltweit größten Gewerkschaften IG Metall und Ver.di schwiegen und wehrten sich nicht gegen diese massiven Angriffe. Die für die Organisierung der Arbeiter:innen notwendigen Gewerkschaften, wurden von der Gewerkschaftsspitze eingenommen und somit entkräftet. Die Gewerkschaftsbürokratie hat den Klassenkampf schon längst aufgegeben und dient den Unternehmensführungen.

Nach längerer Zeit rief die IG Metall nun am 29.10. deutschlandweit unter dem Motto “Für einen fairen Wandel“ zu einem Aktionstag auf. Dieser Aufruf heißt nicht, dass sich die Gewerkschaftsspitze geändert hat. Jedoch werden sie durch die vermehrten Angriffe in dieser Zeit zum Handeln gedrängt. In dem Flyer der IG-Metall wird die wachsende Wut der Arbeiter:innen besänftigt und die künftige Koalition um Arbeiter:innenrechte “gebeten”.

Die Intention der IG Metallchefs ist jedoch unbedeutend, da die Arbeiter:innen mit aller Kraft an diesen Demonstrationen und Kundgebungen teilnehmen müssen. Die Aktionen am 29.10. müssen zum Ausdruck der Unzufriedenheit und wachsenden Kraft der Arbeiter:innenklasse werden. Für ein menschwürdiges Leben, kann die Antwort der Arbeiter:innen nur der organisierte Kampf sein. Wir rufen somit alle Arbeitenden und Werktätigen zu den Aktionen am 29.10. auf und fordern:

  • Die Krise und Rechnung der Pandemie haben die Kapitalisten zu tragen!
  • Verbot von Entlassungen, Arbeit für jede/n und Arbeitsplatzsicherung!
  • Einführung eines 6- Stunden- Tags und einer 30- Stunden- Woche, ohne Lohnentfall!
  • Verbot von Leiharbeit! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
  • Keine Investition in Krieg, sondern in Bildung und Gesundheit!
  • Schaffung einer Lebensgrundlage für ein menschenwürdiges Leben!
  • Besteuerung von Reichtum!
  • Jegliche Preiserhöhungen aufgrund der Pandemie rückgängig machen!

BİR-KAR Arbeiter:innenkomitee

25. Oktober 2021

Für ein besseres Leben auf die Straße! (PDF)

İnsanca bir yaşam için alanlara! (PDF)