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06.08.2020

21.07.2020 20:18


Die Rechnung der Pandemie und Krise müssen die Kapitalisten tragen!

Die Monopole nutzen die Krise als Gelegenheit

Arbeiterinnen und Arbeiter,

Die Corona-Pandemie hat die Welt erschüttert und die kapitalistische Krise noch tiefer werden lassen. Die dafür verantwortlichen Kapitalisten lassen nun aber Arbeiter_innen und Werktätige dafür zahlen. An den gefährlichsten Tagen zogen sich die Kapitalisten in ihr sicheres Zuhause zurück und Arbeiter_innen mussten trotz Lebensgefahr arbeiten. An dieser Krankheit starben meistens Arbeiter_innen und Werktätige. Sie mussten unter schweren Bedingungen arbeiten und wurden bezüglich jeglicher Schutzmaßnahmen in hohem Maße benachteiligt. Und schon wieder konnten Arbeiter_innen, aufgrund des privatisierten Gesundheitssystems, nicht die notwendige medizinische Versorgung erlangen.

Der Preis, den die Arbeiterklasse zahlen muss, ist jedoch nicht hierauf begrenzt. Die eigentliche Rechnung müssen sie in der kommenden Zeit begleichen. Monopole, wie Lufthansa, Deutsche Bahn, Karstadt, Thyssen Krupp, MAN, Banken, Flughäfen, Hotels und Ähnliche, die sich die Krise zunutze machen, stehen in einem ständigen Wettstreit um die Entlassung ihrer Arbeitskräfte. In der kommenden Zeit werden sich weitere Millionen zu der Arbeitslosenarmee gesellen. Die jetzigen 10 Millionen Kurzarbeiter _innen werden größtenteils ihre Jobs verlieren. Arbeitslosigkeit heißt Armut und für Arbeitende noch mehr Druck, Niedriglöhne, Leiharbeit und Erweiterung der flexiblen Arbeit. Aufgrund der Kurzarbeit und steigenden Inflation mussten Arbeitende und Arbeitslose schon jetzt einen drastischen Einschnitt in ihr monatliches Einkommen hinnehmen. Die immer ärmer werdenden Werktätigen sind nun mit ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert.

Die Gewerkschaftsbürokratie steht hinter dem Kapital!

Kolleginnen und Kollegen,

die herrschende Klasse ist mit den Angriffen auf die Arbeiterklasse nicht alleine. Ihr größter Unterstützer ist die Gewerkschaftsbürokratie.

Dabei schweigen sie nicht nur, sondern bieten aktiv ihre Unterstützung an. Die Gewerkschaftsbürokratie, welche behauptet für die Arbeiter_innenrechte einzustehen, hat nichts mehr mit dem Kampf der Arbeiterklasse zutun. Die Gewerkschaftsbürokraten, welche eigentlich Arbeiteri_nnen dienen sollten, sind mittlerweile alle genauso privilegiert wie die Arbeitgeber. Sie profitieren genauso von diesem Ausbeutersystem und möchten aus diesem Grund nicht die Zerstörung dieses Systems. Ganz gleich ob an der Spitze oder weiter unten, sie sind alle Verräter der Arbeiterklasse. Gegen die Angriffe der Kapitalisten werden keinerlei ernsthafte Kämpfe geplant. Einige Widerstände und Forderungen werden nur unternommen, um die Wut der Arbeiter zu beschwichtigen. Aus diesem Grund kann die Arbeiterklasse keine Erwartungen an die Gewerkschaftsbosse richten. Erst wenn sich die Arbeiter_innen organisieren, kann die Gewerkschaft wieder zu einer wahren Arbeiterorganisation werden. Die Arbeiterklasse muss demnach ihre eigene Basisorganisation schaffen und Rechenschaft von den Gewerkschaftsbossen fordern.

Die Rechnung der Krise haben die dafür
verantwortlichen Kapitalisten zu tragen!

Arbeiterkollegen,

die Pandemie und die damit verbundene tieferwerdende Krise ist das Produkt des Kapitalismus. Das kapitalistische System basiert schon seit Beginn seiner Zeit auf dem Streben nach Profit, auf der Ausbeutung der Arbeiterklasse für dessen Wachstum und auf der Zerstörung der Natur. Das Wesen des Kapitalismus ist der Profit. Für den Profit und die ständige Konkurrenz haben die Menschheit und die Natur keinerlei Wert. Für dieses System werden die Zivilisation, der Planet und jegliche Arten von Lebewesen zerstört. Auch Krieg, Arbeitslosigkeit, Armut, Rassismus, Hunger und massenhafte Auswanderungen sind Produkte dieses Systems.

Diese Krise ist die Krise des Kapitalismus und dessen Rechnung müssen sie selbst zahlen. Es wird behauptet die Arbeiter seien der Grund für die Pandemie und müssten nun die Konsequenzen dafür tragen. Die nacheinander erstellten milliardenschweren “Rettungspakete” waren nicht für die Arbeiter_innen gedacht, sondern füllten nur die Kassen der Monopole. Genauso wenig, wie diese von ihren vollen Kassen etwas hergeben mussten, wurden auch die sozialen Fonds, welche von den Steuergeldern der Arbeiter _innen gefüllt wurden, verschenkt. Dieser Staat und seine Monopole haben die Werktätigen beraubt und somit gezeigt, wessen Interessen sie wirklich dienen.

Organisieren wir uns für unsere Arbeit,
unsere Rechte und unsere Zukunft!

Arbeiterinnen und Arbeiter,

der Kapitalismus findet seine Wurzeln in der Ausbeutung der Arbeit und ist ein unmenschliches System. In diesem System sind Arbeiter_innen nichts anderes als eine auszubeutende Ressource. Nicht die Arbeiter_innen selbst, sondern ihre Produktionskraft ist wertvoll. Wohingegen es die Arbeiterinnen und Arbeiter sind, welche jeglichen Reichtum auf der ganzen Welt produzieren. Trotz dessen sind sie es, die Arbeitslosigkeit, Armut und unmenschlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Denn die Interessen der Kapitalisten und die der Arbeiter _innen sind unvereinbar. Des einen Glück ist des anderen Leid. Der Kapitalismus kann der Gesellschaft keine Zukunft bieten. Genau im Gegenteil: Bei jedem Schritt verdunkelt er die Natur, die Gesellschaft und die kommenden Generationen. In diesem unmenschlichen System müssen sich genau die zu Wehr setzen, die am stärksten betroffen sind: Arbeiter_innen und Werktätige. Sie haben keine Wahl außer sich gegen die Kapitalisten, ihren Staat und der Gewerkschaftsbürokraten zu organisieren. Die Arbeiterklasse muss die nationalen, religiösen, konfessionellen und kulturellen Unterschiede beiseitelassen und sich vereinen, um den gemeinsamen Kampf führen zu können. Um unsere Arbeit, unsere Rechte und unsere Zukunft zu schützen müssen wir kämpfen. Das Schicksal von Millionen Arbeiter_innen liegt nicht in den Händen weniger Kapitalisten, sondern es sind die Arbeiter_innen, die für ein menschliches, freies und gleichberechtigtes System, dem Sozialismus, kämpfen werden.

  • Verbot von Entlassungen; kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnkürzungen!
  • Verbot von Leiharbeit! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
  • Stopp der Schenkungen sozialer Fonds an die Monopole; die Krise muss aus den Kassen der Monopole bezahlt werden!
  • Stopp der Waffenproduktion und der Kriege! Mehr Budget für Gesundheit und Bildung!
  • Kostenloses und gerechtes Gesundheits und Bildungssystem für alle!
  • Nein zur flexiblen Arbeit; 6 Stunden Tag und 30 Stunden Woche für alle!

Bir-Kar Arbeiterkomitee

Juli 2020