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10.08.2020

27.02.2020 23:31


Gegen Klassen- und Geschlechterausbeutung und kapitalistische Gewalt - Für die Gleichberechtigung, die Freiheit und den Sozialismus!

Am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, heben Arbeiterinnen die Fahnen im Kampf gegen den Kapitalismus, die Ausbeutung und Sklaverei.

Das kapitalistische System erlebt weltweit eine vielschichtige Krise. Diese Krise löst wirtschaftliche, soziale und politische Probleme aus. Die soziale Ungleichheit und die Kluft zwischen den Klassen nehmen zu. Mit der Verschärfung der kapitalistischen Krise ist die Menschheit erneut in eine Zeit der Kriege und imperialistischen Aggression eingetreten. Währenddessen wächst die Welle proletarischer Massenbewegungen und Aufstände als Ausbruch des Zorns gegen die Angriffe des Kapitals.

Dazu gehört auch die Frauenbewegung, die in den letzten Jahren weltweit einen Aufschwung erlebte. In den USA, Lateinamerika, der Türkei, Spanien, der Schweiz, Polen, Island, Marokko, Libanon, Sudan, Chile, Indien und vielen Ländern der Welt gehen Frauen mit Protesten, Demonstrationen und Frauenstreiktagen auf die Straße. Sie protestieren gegen die Diskriminierung der Frauen, gegen Sklaverei, sexuelle Belästigung und Vergewaltigung, Frauenmorde und natürlich auch gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Sozialabbau, Armut und Arbeitslosigkeit.

In allen Gesellschaften, die auf Privateigentum basieren, wurden Frauen entwürdigt und geknechtet. Auch in der kapitalistischen Gesellschaft sind es immer wieder die werktätigen Frauen, die doppelt ausgebeutet und durch reaktionäre Werte und Vorurteile gedemütigt werden.

Der Kapitalismus ist eine Ausbeutungs- und Unterdrückungsordnung mit einer auf Klasse und Geschlecht beruhenden Ungerechtigkeit und Ungleichheit. In diesem System ist es nicht möglich, dass das weibliche Geschlecht gleichberechtigt und frei ist. Alles, was innerhalb des kapitalistischen Systems über „Frauenrechte“, oder „Gleichstellung und Freiheit der Frauen“ gesagt wird, ist eine Lüge.

Der Kapitalismus, dessen System der Ausbeutung auf „mehr Profit“ aufbaut, kann den Arbeiterinnen nichts anderes als Ausbeutung, Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt bieten, denn die kapitalistische Wirtschaft ist nicht nach Bedürfnissen, sondern nur nach Profitinteressen organisiert.

Während Arbeiterinnen weltweit in Bezug auf Beschäftigung und Arbeitskraft ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen, wird der Wert ihrer Arbeitskraft geringer bewertet und niedriger entlohnt.

Frauen arbeiten heute vielfach als ungelernte Kräfte oder mit einer Berufsausbildung in den unterschiedlichsten Bereichen in „typischen Frauenberufen“. Die Mehrheit der in prekären Arbeitsverhältnissen Beschäftigten sind Frauen (Teilzeit, Minijobs, befristete Jobs).

Arbeiterinnen sind die ersten, die in Krisenzeiten gekündigt werden. In der kapitalistischen Gesellschaft ist Armut oftmals weiblich.

Die Kapitalistenklasse profitiert von dem fehlenden Klassenbewusstsein und der Unorganisiertheit von Arbeitern und Arbeiterinnen. Wir, die werktätigen Frauen, können unsere eigene Zukunft selbst erkämpfen. Dazu müssen wir dem historischen Aufruf zum 8. März folgen und den organisierten Kampf ausweiten.

Vereinen und organisieren wir uns, um das barbarische kapitalistische System in die Geschichtsbücher zu verbannen und eine Welt ohne Klassen, Ausbeutung und Krieg zu schaffen.

Es lebe der 8. März, der internationale Frauenkampftag!

Für ein Ende von Klassen- und Geschlechterausbeutung!

Keine Frauenbefreiung ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Befreiung der Frau!

Es lebe der Sozialismus!

Plattform der internationalen Arbeiterinnen

März 2020