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23.05.2019

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07.03.2019 02:08


8. März - Internationaler Tag der werktätigen Frauen...

Gemeinsam gegen Ausbeutung, Ungleichheit und Kriege!

Auf zum Kampf für den Sozialismus!

Der 8. März ist ein Tag des Widerstandes, an dem Arbeiterinnen und werktätige Frauen weltweit gegen Ausbeutung, Ungleichheit, Unterdrückung und Gewalt protestieren und für eine freie und gerechte Welt auf die Straße gehen.

1910 schlug Clara Zetkin beim 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkongress in Kopenhagen vor, den Internationalen Tag der werktätigen Frauen in Erinnerung an die Ereignisse in New York auf den 8. März zu legen und zu ehren. Am 8. März 1857 hatten in New York 40.000 Textilarbeiterinnen für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt und sie waren unerbittlichen staatlichen Repressionen ausgesetzt. Während der Proteste wurden über 120 Arbeiterinnen brutal ermordet.

Trotz aller Bemühungen der Bourgeoisie, die Bedeutung des 8. März auszuhöhlen und der bürgerlich-feministischen Welle, die die Frauenfrage nicht als eine Systemfrage ansieht und sie auf den Kampf gegen Männer reduziert, bleiben weltweit Arbeiterinnen und werktätige Frauen dem Erbe und den Werten des 8. März treu. Sie protestieren an diesem Kampftag für eine freie, gerechte und sozialistische Weltordnung.

In den letzten Jahren hat die Frauenbewegung weltweit zugenommen. In vielen Ländern werden Streiks, Demonstrationen, Frauenaktionen und Proteste organisiert. Frauen widersetzen sich der massiven Ausbeutung, den schlechten Arbeitsbedingungen, der Armut, der Arbeitslosigkeit, der Demütigung, der Sklaverei, der Belästigung und der Vergewaltigung sowie Morde an Frauen.

- In Island erhielten Frauen nach Protesten das Recht auf gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. In Italien und der Schweiz forderten 20.000 Arbeitnehmerinnen gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit

- Spanien erlebte Demonstrationen von über 5 Millionen Frauen.

- In den USA protestieren Millionen von Frauen in über 600 Städten gegen die sexistische Rhetorik von Trump. In Brasilien gingen die Frauen mit dem Slogan "Not Him!" gegen die Kandidatur des Faschisten Bolsonaro.

- Der Frauenstreik gegen das Abtreibungsgesetz in Polen führte zur Rücknahme des Gesetzesentwurfs. In Italien, der Dominikanischen Republik und in Chile marschierten zehntausende Frauen für das Recht auf Abtreibung.

- Ni Una Menos! In Argentinien organisierten Frauen Aktionen gegen die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und die Frauenmorde.

- In Chile Santiago nahmen 80.000 Menschen am Marsch für die Gleichberechtigung  von Frauenund gegen sexistische Erziehung teil.

- Im Iran führten Frauen „weiße Mittwochsaktionen“ gegen das Kopftuch durch.

- In Südkorea gingen 70.000 Frauen auf die Straße, um gegen Kameras in Umkleideräumen zu protestieren und weitere 20.000 Frauen demonstrierten gegen den Freispruch eines Politikers wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung.

- Arbeiterinnen von McDonald's streikten in sechs US-amerikanischen Großstädten gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

- In Israel wurde ein Streiktag ausgerufen, um gegen die Ermordung zweier junger Frauen zu protestieren.

- In Indien bildeten 5 Millionen Frauen eine 620 km lange Menschenkette für die Gleichstellung der Geschlechter.

- Trotz der religiösen reaktionellen Repressalien organisierten Frauen in der Türkei Massenproteste gegen das Regime.

Arbeiter und Werktätige erleben eine Phase der Wirtschaftskrise, Kriegs- und Aggressionspolitik und der politischen Reaktion als strukturelles Produkt des imperialistisch-kapitalistischen Systems. Die durch das kapitalistische System geschaffene Arbeitslosigkeit, der Hunger und das Elend nehmen zu.

Werktätige Frauen sind hierbei klassenbedingt als aber auch geschlechtsbedingt die Leidtragenden. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von werktätigen Frauen nehmen weltweit unerträglichere Ausmaße an. Die Unterdrückung, Ungleichheit und die doppelte Ausbeutung verschärfen sich, Gewalt gegen Frauen nimmt zu, die Ungleichheit beim Lohn von Frauen und Männern setzt sich fort. Bedingt durch die Krise des globalen Kapitalismus nimmt die Arbeitslosigkeit zu und andererseits nehmen prekäre  Arbeitsbedingungen zu. Frauen und Kinder leiden am meisten an den Folgen von imperialistischen Plünderungskriegen, die in vielen Teilen der Welt zugunsten von mehr Wohlstand für die Kapitalisten geführt werden. Ausbeutung, Unterdrückung, Gewalt und Armut nehmen zu. In diesem System der Ausbeutung und Plünderung müssen Frauen, sowohl als Werktätige, als auch wegen ihrer sexuellen Identität unter erschwerten Bedingungen arbeiten und leben.

70 % der 1,3 Milliarden Menschen, die mit weniger als einem Dollar pro Tag leben müssen, sind Frauen. 60 % der von Tod durch Hunger betroffenen Menschen sind Frauen und Mädchen. 80 % der vom Krieg flüchtenden sind Frauen und mit ihnen die Kinder.

Diese vielfältigen Ungleichheiten und Benachteiligungen, die sie erleben, sorgen für Unzufriedenheit unter den Frauenmassen. Der Wunsch der Frauen nach Befreiung und einem menschenwürdigen Leben wächst. Genau deshalb richtet sich der Zorn der Frauen gegen den Kapitalismus, der sie als Sexware, billige Arbeitskräfte, als Lohnsklaven und als  Bedienstete der Einrichtung Familie sieht. Der weltweite Aufruf zum „Frauenstreik“ zum 8. März ist daher ein Ausdruck von all dessen.

Die Befreiung der Frau ist unmittelbar mit den Kämpfen gegen dieses System verbunden und natürlich ist auch eine wirkliche und dauerhafte Befreiung nur möglich, wenn die Ursachen dafür, d.h. das Ausbeutungssystem, das auf Privateigentum basiert, abgeschafft wird.

Arbeiterinnen und werktätige Frauen,
gemeinsam und organisiert für ein freies,
gleichberechtigtes und sozialistisches LEBEN!

 

Plattform der internationalen Arbeiterinnen (PiA)