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16.07.2019

08.01.2019 01:07


Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht leben in unserem Kampf weiter... Ihr Andenken erleuchtet dem Proletariat seit 100 Jahren den Weg im Kampf um Revolution und Sozialismus!

“Entweder Untergang in der Barbarei oder Sozialismus”

Vor 100 Jahren wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, auserwählte Führer des deutschen Proletariats und unvergessliche der kommunistischen Bewegung in der Welt, ermordet. Wenn sie ihre Ideale realisiert und die Novemberrevolution zum Sieg getragen hätten, wäre die heutige Welt noch lebenswerter.

Die Revolution ist der einzige Ausweg

Der Kapitalismus ging zu Beginn des 20. Jh. in die imperialistische Phase über. Bereits 1903 stellte Lenin fest, dass es kein Fleck auf der Erde gibt, die nicht unter den kolonialistischen Kräften aufgeteilt wäre. Die deutsche Bourgeoisie konnte bei dieser Aufteilung nichts erbeuten. Die immer erstarkende deutsche monopolistische Bourgeoisie begann zwecks erneuter Teilung der Kolonien 1914 den ersten Verteilungskrieg.

Die Bourgeoisie zündete die Lunte für den Krieg, um Kolonien zu erbeuten. Die Rechnung für die Zerstörung und den Tod durch den Krieg bezahlten die Arbeiterklasse und die Werktätigen. Die kapitalistische Barbarei verursachte binnen vier Jahren den Tod von Dutzend Millionen. Der einzige Weg des deutschen Proletariats war 1918 die Revolution.

In Russland führte die bolschewistische Partei unter Führung von Lenin durch Mobilmachung der Arbeiterklasse und Bauern die große Oktoberrevolution zum Sieg. “Das Eis war gebrochen, der Weg geebnet. Nun war das deutsche Proletariat an der Reihe.

“Der Hauptfeind steht  im eigenen Land!”

Als 1914 der imperialistische Krieg vor der Tür stand, war die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) nach den Worten Rosa Luxemburgs “eine verweste Leiche”.

Die SPD verfügte über ein landesweites Organisationsnetz, 110 Abgeordnete, genoss die Unterstützung von Millionen Wählern, hatte 90 Tageszeitungen, Gewerkschaften, Kooperativen.

Die Chefs dieses Netzes und ihre Fraktion im Parlament haben durch die Unterstützung des imperialistischen Krieges einen Verrat am deutschen Proletariat als auch an den Arbeitern und Werktätigen weltweit geübt.

In der SPD-Fraktion war Karl Liebknecht der einzige, der gegen diese erniedrigende Haltung Position bezog und die Losung “der Hauptfeind steht im eigenen Land” ausrief. Die Bourgeoisie rächte sich an Karl Liebknecht, indem sie ihn in den Kerker warf. Jedoch konnte sie nicht verhindern, dass dieser mutige Revolutionär 1918 den Weg für die Revolution ebnete. Im November 1918 war dann die Revolution unausweichlich.

Als die Zeit der Revolution anbricht

Im November 1918 hatte die deutsche Bourgeoisie eine schmetternde Niederlage erlitten, das Kaiserreich war am Rande des Niedergangs, die Generäle glichen Befehlshabern ohne Armee. Die Arbeiterklasse revoltierte und an einigen Orten genossen sie sogar die Unterstützung der Soldaten. Die Zeit der Revolution war gekommen.

Das Feuer der Revolution war entfacht, die revolutionäre Partei der Arbeiterklasse war jedoch noch nicht bereit. Rosa, Karl und ihre Genossen begannen mit dem Parteiaufbau. Die Kommunistische Partei konnte erst zwei Monate nach dem Beginn der Revolution aufgebaut werden. Kurze Zeit nach dem Aufbau wurden Rosa und Karl durch die Sozialdemokraten, die die Arbeiterklasse und die Revolution verraten haben, ermordet.

Die SPD, die mit der Unterstützung des imperialistischen Krieges die Arbeiterklasse verraten hat, eilte der Bourgeoisie, die angesichts der Revolution verzweifelt war, zur Hilfe. Die SPD, die noch die Unterstützung durch einen Teil der Arbeiterklasse genoss, nahm ihren Platz auf der Seite der Bourgeoisie gegen die Revolution ein. Die verweste Leiche der SPD versuchte einerseits das Feuer der Revolution zu löschen und andererseits wurde sie zum Henker der fortschrittlichen Arbeiter und Revolutionäre.

Die Flamme der Revolution glüht noch jahre lang weiter!

Die Ermordung von Rosa und Karl war ein nicht wiedergutzumachender Verlust, sie konnte jedoch das Beharren des Proletariats auf der Revolution nicht verhindern. Die Partei verfügte bei der Ermordung ihrer Anführer über ein paar Tausend Mitglieder. Nach einem Jahr stieg die Zahl auf Zehntausend und zwei Jahre später auf zweihundert Tausend Mitglieder und wurde zu einer großen revolutionären Kraft.

Beraubt ihrer auserwählten Anführer konnte das Proletariat jedoch bis Oktober 1923 seine revolutionären Aufstände fortführen. In dieser Zeit wurden in Bayern und Bremen Sowjetrepubliken ausgerufen.

Das jahrelang gegen die Banden der faschistischen Freikorps kämpfende Proletariat wehrte sich auch vehement gegen die konterrevolutionäre SPD-Führung. Angesichts dessen war die Kommunistische Partei sich der Machtübernahme im Oktober 1923 sicher. Die über 220 Tausend Mitglieder zählende Partei hat jedoch das letzte Gefecht verloren. Auch wenn die Revolution scheiterte, hat sie dem Proletariat in Deutschland als auch dem Proletariat weltweit ein unermessliches Erbe hinterlassen.

Es ist erneut an der Zeit für “der einzige Weg ist die Revolution”!

Es sind 100 Jahre vergangen, dass das Weltproletariat seine beiden auserwählten Anführer verloren hat. Erneut befindet sich die Welt in einer Epoche der durch den Kapitalismus hervorgerufenen Krisen, Kriege als auch der Aufstände und Revolutionen. Das System ist neben den Krisen auch den immer tiefer werdenden Kämpfen um die Hegemonie ausgesetzt. Dies bedeutet eine unmittelbare Verschärfung der Klassenkämpfe, der Kämpfe unter den Imperialisten als auch die Verschärfung der Kämpfe der unterdrückten Völker gegen die Imperialisten.

Die durch das System verursachten und von ihm nicht zu lösenden Krisen und Kämpfe können zum einen die Menschheit in die Vernichtung führen, zum anderen können sie durch den vereinigten Kampf der Arbeiterklasse mit ihren Verbündeten unter der Führung einer revolutionären Partei den Weg für eine endgültige Befreiung, den Weg für den Sozialismus ebnen.

Arbeiter, Werktätige, Arbeitslose, Frauen und die Jugend bringen ihren Unmut verschiedenartig zum Ausdruck, wie durch die wochenlangen Aktionen der “Gelbwesten” in einem der entwickeltesten kapitalistischen Länder, in Frankreich. Diese Widerstände und diese Entschlossenheit sind von großer Bedeutung. Aber all dies ist zur Verhinderung des Untergangs in der Barbarei und zur Errichtung des Sozialismus nicht genug.

Die monopolistische Bourgeoisie ist eine erbarmungslose Klasse, die über einen bewussten, organisierten, erfahrenen und militaristischen Apparat verfügt. Um diese Klasse zu besiegen und samt ihrem Machtapparat in den Müll der Geschichte zu werfen, bedarf es einer noch organisierteren, bewussteren Arbeiterklasse, die ihre führende Partei aufbaut. Die grundlegende Frage ist, dass die Arbeiterklasse ein Bewusstsein erlangt und sich auf den Endkampf vorbereitet.

Die Entschlossenheit von Rosa und Karl, ihre Treue und Hingabe für die Revolution erleuchten auch heute den Weg all derjenigen, die die Sehnsucht nach einer sozialistischen Welt in sich tragen und dafür kämpfen.

 

 “Wie waren, Wir sind und Wir werden sein!”

Rosa und Karl leben im Kampf für die Revolution und den Sozialismus weiter!

Nieder mit dem imperialistischen Kapitalismus und den imperialistischen Kriegen!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

TKİP (Kommunistische Arbeiterpartei der Türkei)
Auslandsorganisation

Januar 2019